Rheinpfalz 24.08.2007

Zwei Welten treffen aufeinander

Hagenbach: Judith Henkel stellt ab 23. August im Alten Rathaus aus

Wenn mich ein Thema fesselt, ein Motiv reizt, dann kann ich es immer wieder aufgreifen und verändern", beschreibt Judith Henkel ihre Intention zu malen. Die Auslöser sind vielfältig, wie der Blick durch ein Tor auf die Moschee in der Abenddämmerung."Hier treffen zwei Welten aufeinander", beschreibt sie. "Orient und Okzident, Ferienstimmung und Industrielandschaft, blaue Träume und graue Realität, Religion und Maloche." Die Phantasie Henkels, die beim Thema Tore lebendig wird, sorgt für ganze Serien gemalter Ideen und Geschichten. In wahren Farbkaskaden erfindet sie immer neue erstaunliche Definitionen dieser einen Form. Die Bilder sind ab Freitag, 24. August, in der Galerie Altes Rathaus in Hagenbach zu bewundern. Bei der Vernissage um 19 Uhr wird die Künstlerin selbst spannende Entstehungsgeschichten zu manchen ihrer Bilder erzählen.

So stellt sie unter anderem auch eine Venus-Serie aus. Die Frauengestalt schlechthin ist ein Thema, das Judith Henkel immer wieder malend beschäftigt. Ausgehend von der berühmten Venus von Willendorf, dieser kraftvoll-erdigen, archaischen Erscheinung, hat sie die Figur immer wieder aufgegriffen, verändert in Material und Erscheinung, um dann nach dem eigentlichen Ideal zu fragen und festzustellen, dass jede Epoche ihre eigenen Ideale hat.

Judith Henkel, die im Kreis Karlsruhe lebt und arbeitet, hat erst spät zur Malerei als Hauptbeschäftigung gefunden. Wichtig wurde ihr dieses schöngeistige Hobby zunächst als Stressabbau während ihrer anstrengenden Berufstätigkeit in der Flugsicherung. Inzwischen hat sie sich durch viele Studien weiter entwickelt und arbeitet nur noch künstlerisch. Ihre Arbeiten hat sie schon in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. In der Galerie Altes Rathaus Hagenbach werden zur Ausstellungseröffnung Henning Otte (Violine) und Gisela Bauchlaub (Klavier und Gitarre) die musikalische Umrahmungübernehmen, außerdem wird eines ihrer Bilder zugunsten der Frauenwerkstatt "Club de Madres" im Pamplona Alta in Lima versteigert.

Monika Boegelspacher
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